OÁSIS Garden Village

Website, Mobilität, ein Ausflug und Wein

September 2026

Der September legt sich sanft über die Algarve. Das Licht wird milder, die Hitze verliert ihre Schärfe – Perfekte Begleitung für eine Verlängerung des Sommers.

01
In diesem Monat findet die Woche der Mobilität statt, die seit dem Jahr 2002 von der EU ausgerufen wird, um für eine bewusstere Nutzung von Verkehrsmitteln zu sensibilisieren. Viele Algarve-Gemeinden bieten am autofreien Tag, dem 22.9., freie Fahrt in den lokalen Verkehrsmitteln an. Und es gibt an den meisten Orten nicht nur während der Aktionswoche Fahrräder, Mountain-Bikes, E-Bikes und Kinderräder zu mieten (auch an Ihrem Ferienort Ferragudo und in der Kreisstadt Lagoa) – die Algarve ist übrigens auch an das EU-Radwegenetz EuroVelo 1 angeschlossen. Zudem bieten sich touristisch orientierte Fahrzeuge wie Tuk-Tuks, gemächlich zockelnde Bimmelbähnchen oder Wassertaxis und Solarboote an, mit denen man die Region aus einer anderen Perspektive abseits der üblichen Routen erkunden kann
02
In diesem Monat möchten wir Ihnen einen Ausflug an die wilde Westküste der Algarve vorschlagen, zum so genannten ‘Pontal da Carrapateira’. Das ist die wildeste, weitläufigste und stillste Seite der Algarve. Die beeindruckende Steilküste mit ihren bizarren Felsformationen, die weiten Strände und der Blick weit über den Atlantik machen den Ort zu einem besonderen Erlebnis für alle, die Natur und Ruhe genießen und die ursprüngliche Schönheit der Algarve entdecken möchten. Ein Spaziergang entlang der Küste wird lange in Erinnerung bleiben; er führt über Holzbohlenwege, die das Erwandern der geschützten Natur erlauben, ohne sie direkt zu betreten. Von den Aussichtspunkten hat man einen fantastischen Blick auf das Meer und die umliegende Landschaft und beobachtet zahlreiche Surfer aus aller Welt, denn die Küste rund um Carrapateira ist für ihre Wellen berühmt. Die Umgebung eignet sich auch hervorragend zum Fotografieren. Vor allem am späten Nachmittag und bei Sonnenuntergang bietet sich am Meer ein wunderschönes Farbenspiel.
03
Im September beginnt die Weinlese, doch wenn von portugiesischen Weinen die Rede ist, wird die Algarve als Anbauregion selten berücksichtigt. Dabei wachsen hier schon seit der römischen Antike Reben und der Weinbau war bis vor weniger als hundert Jahren, bevor der Tourismus Fuß fassen konnte, in jedem Ort ein wichtiger Teil der Landwirtschaft. Längst haben die Winzer den fruchtbaren Boden der Region wiederentdeckt und produzieren anerkannt guten Rebensaft – schließlich haben diese Trauben vor rund 170 Jahren die Portwein-Produktion vor der Vernichtung durch die Reblaus gerettet. Als im Zuge des Weinexport-Handels im Norden Portugals Weinforscher Exemplare amerikanischer Rebstöcke nach Europa gebracht hatten, war der Schädling mit an Bord. Mit dramatischen Folgen: Das Insekt befiel und verwüstete das Weinbaugebiet in der Douro-Region und ruinierte die Winzer. Daraufhin zog die Portwein-Erbin Antónia Ferreira nach England, um moderne und wirksame Mittel zur Bekämpfung der Plage zu studieren. Gleichzeitig erprobte sie neue Verfahren zur Weinherstellung und importierte Veredelungs-Techniken aus anderen Ländern. Die dazu nötigen, gesunden Rebstöcke kamen damals aus der Algarve an den Douro.