So lange es zum Baden noch zu kalt ist, so laden die Strände zumindest zu Spaziergängen ein. Und manche davon präsentieren gleich mehrere Naturschönheiten gleichzeitig: Das Meer und eine Lagune, getrennt durch eine Dünenlandschaft, zieht sich der lange, breite Ufersaum der Ria de Alvor. Egal, ob man dem Holzbohlenweg folgt, der knapp fünf Kilometer durch die Lagune mäandert, oder eine der Abzweigungen zum Strand nimmt und im Sand weitergeht, das Naturerlebnis ist vielfältig und gleichzeitig sehr erholsam. Man erspäht Pflanzen (viele endemisch), die den Weg säumen, und Vögel, die hier nisten, rasten und zwitschern; auch Raubvögel kreisen über den Salzsümpfen der Lagune. Dazu das Wellenspiel, das im Wechsel der Gezeiten über die Sandbänke plätschert und langsam in den Salzwiesen aufsteigt oder sich zurückzieht und den Blick frei gibt auf Queller und andere Salzwasser-Gewächse wie Strandwegerich, Strandastern, Strandflieder und Strandgrasnelke. Kitesurfer bewegen sich je nach Können auf dem Meer oder in der Lagune. Am Ende steht der grüne Leuchtturm der Ria de Alvor auf der rechten Seite der Hafeneinfahrt, steuerbord. Backbord, auf der zu Lagos gehörenden Seite, steht der rote Leuchtturm. Die farbliche Unterscheidung galt als Orientierungshilfe bei schwierigen Sichtverhältnissen und wird traditionell in ganz Europa weitergeführt.