In diesem Monat möchten wir Ihnen einen Ausflug ins Hinterland von Loulé empfehlen, nach Ameixial: Der Ort liegt 426 Meter hoch und an allen Ecken verliert sich der Blick in der Weite der Landschaft. Ameixial, was soviel wie „Garten mit Pflaumenbäumen“ bedeutet, gehört zu den am dünnsten besiedelten Gegenden des Landes; gleichzeitig verläuft Portugals längste Straße hier: Die Nationalstraße EN2 beginnt in Chaves und endet 738,5 km südlich in Faro. Jeweils am ersten Donnerstag eines Monats findet ein quirliger Bauernmarkt mit Frischem aus Garten und Feld und vielen Kuriositäten statt. Berühmt ist ‘pão doce’, ein süßes Brot mit braunem Zucker, Zimt und aromatischen Kräutern. Im Ort gibt es gemütliche Cafés. Das Flüsschen Vascão bildet hier die natürliche Grenze zwischen Alentejo und Algarve. Die Umgebung eignet sich zum Wandern in der unberührten Umwelt der ‘Serra do Caldeirão’, zur Vogelbeobachtung und zum Sammeln von Heilkräutern am Wegesrand. Die biologische Vielfalt ist hier außerordentlich groß. Unterwegs fallen seltsam anmutende, auf Steine und Erde gemalte Zeichen auf: Die Symbole erinnern an die ‘Escrita do Sudoeste’, eine der ältesten bekannten Schriften, die vor rund 2.500 Jahren in dieser Gegend entstand. Jedes mit Kalkfarbe gemalte Zeichen entspricht einem Buchstaben der ‘Escrita do Sudoeste’, die den Betrachter an Denk- und Lebensweisen der Vorfahren in der Antike heranführt.