In unserem Ausflugstipp möchten wir Ihnen in diesem Monat die Algarve-Hauptstadt Faro ans Herz legen, die vom Kontrast ihrer uralten, wechselvollen Historie und dem Flair einer modernen, quirligen Regional-Metropole lebt. Der Stadtgarten ‘Jardim Manuel Bivar’ bietet sich als Ausgangspunkt an, egal ob man vom angrenzenden Yachthafen einen Blick auf die Ria Formosa richten oder gar eine Bootstour machen oder in südlicher Richtung durch den Torbogen ‘Arco da Vila’, dessen monumentale Fassade an eine Kirche erinnert, in die historische Altstadt gehen möchte. Hier, in den gewundenen Gässchen, deren Fundamente die Mauren legten, fährt praktisch kein Auto, es herrscht wohltuende Stille, nur die Vögel singen. Auf dem Hauptplatz vor der Kathedrale, wo die erste Bebauung auf das Jahr 1250 zurückgeht, steht ein Denkmal für den Bischof, der die Restaurierung vieler emblematischer Bauwerke in der Algarve vorantrieb, die dem schweren Erdbeben vom 1. November 1755 zum Opfer gefallen waren. Im Inneren der Kathedrale verbinden sich Gotik, Barock und Renaissance. Aufwendige, vergoldete Schnitzereien, Gemälde und Statuen sowie blau-weiß bemalte Fliesen (Azulejos) verdienen Beachtung. Die Orgel wurde vom berühmtesten Orgelbauer des 17. Jahrhunderts errichtet: Arp Schnitger aus der norddeutschen Stadt Brake, der lange in Portugal arbeitete. Der Klang des Instruments gehört zu den Höhepunkten des mehrwöchigen Orgelfestivals (‘Festival de Órgão de Faro’), das alljährlich im Herbst stattfindet.