Der Osterhase gehört in Portugal traditionell nicht zum Osterfest. Seine Präsenz in der Werbung und in süßer Form in allen entsprechenden Geschäften ist dem Einfluss der Touristen und Residenten zu verdanken, die den Brauch aus ihren Ländern hierher gebracht haben. Hier steckt im Wort ‘Páscoa’ die verbale Verbindung zum jüdischen Passahfest und dazu gehören “Farbe und der Duft von Lavendel, Rosmarin und Feldblumen”, so eine Darstellung aus der Algarve, wo es blumengeschmückte Prozessionen gibt; die beeindruckendste findet in São Brás de Alportel statt. In anderen Gegenden Portugals gelten österliche Umzüge Begebenheiten aus der Geschichte. Rund um die historische Stadt Batalha danken die Menschen für das Ende einer mittelalterlichen Insektenplage und in Dörfern in der Serra de Estrela defilieren nachts in weiße Tücher gehüllte Gestalten schaurig-schön und erinnern an die Bußgänge in den Zeiten von Pest und Lepra.