Karneval, Sport und Kulinarik

Februar 2020

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Dieser Monat steht auch in der Algarve im Zeichen des Karnevals. Einige Elemente der portugiesischen fünften Jahreszeit sind übrigens Weltkulturerbe, das man gelegentlich auch in den Umzügen in der Algarve sehen kann. Kürzlich hat die UNESCO die traditionellen Winterauskehr-Masken und -Riten der ‘Caretos de Podence’ aus der Region Trás-os-Montes im Nordosten Portugals zum immateriellen Erbe der Menschheit erklärt. Mit Masken aus Leder oder Blech, die den Teufel symbolisieren, begleitet vom ohrenbetäubenden Scheppern von Glocken am Gürtel (deren Schmiedekunst seit 2015 ebenfalls Weltkulturerbe ist) laufen in bunte Zottelkostüme gewandete Männer durch die Straßen. Das Spektakel war weitgehend in Vergessenheit geraten, wird nun wiederbelebt und zeigt den Karneval als das, was er in ländlichen Gegenden Portugals vor allen war: Das symbolische Austreiben des Winters.
02
Die Algarve liegt noch in der Winterruhe, was Sportler gerne nutzen, um die Region zum Mekka für Leichtathleten und Radfahrer zu machen. Die ‘Volta ao Algarve’, ein Radrennen mit internationaler Starbesetzung (aus Deutschland u.a. die Teams Sunweb und Bora-hansgrohe), tourt dieses Jahr schon zum 46. Mal durch Ortschaften und Hinterland. Das Sport-Event zieht nicht nur Profis und ihr Publikum an: Die Veranstalter offerieren auch Etappen zum Mitfahren für Amateure und Freizeit-Radsportler. Die Algarve wird immer mehr zur Urlaubs-Region für Aktivsportler (Info: https://tinyurl.com/Rad-Sport). Ein weiteres internationales Event ist der Crosslauf ‘Amendoeiras em Flor’, benannt nach der Mandelblüte, die mit ihren zarten rosé-weißen Blüten in diesen Wochen für besonders schöne Landschaftsbilder sorgt.
03
Meeresforscher der Algarve-Universität und der Universität Porto haben das Erbgut der ‘Sardina pilchardus’ entschlüsselt, jener Sardinen-Art, die für den Fang als Nahrungsmittel von hohem Interesse und aus der Küche der Algarve nicht wegzudenken sind. Die Ergebnisse, die auch kommerziellen und kulturellen Nutzen haben, sollen dazu beitragen, dass Wissenschaftler, die öffentliche Verwaltung und Institutionen, die im Fischerei-Sektor tätig sind, in die Lage versetzt werden, den Sardinen-Bestand besser zu schützen und zu verwalten. Sardinen werden immer wieder mit Fang-Restriktionen belegt, um der Überfischung vorzubeugen und dem Bestand Erholung zu ermöglichen. Die Forschungen gelten als Beitrag zum besseren Haushalten in der Fischerei-Wirtschaft. Es sei nun möglich, den Bestand der kleinen Fische genauer zu analysieren und deutlich gezielter über Fangverbote zu entscheiden.
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