Der 25. April ist in Portugal ein staatlicher Feiertag, an dem der Nelkenrevolution von 1974 gedacht wird. Doch der Tag hat noch eine andere Funktion: Es ist der internationale Tag des Baumes. Dazu gibt es Rekordverdächtiges in der Algarve: Der Olivenbaum im Touristendorf Pedras D'El Rei in der Gemeinde Santa Luzia bei Tavira stammt aus der Zeit der römischen Besiedelung; er ist über 2.000 Jahre alt und damit einer der ältesten Bäume im Land. Er ist neun Meter hoch und seine Krone hat einen Durchmesser von knapp zehn Metern. Bei einem Umfang von 7,8 Metern braucht es fünf Personen, um den Olivenbaum zu umarmen. Seit gut 30 Jahren befindet er sich mit 408 anderen Bäumen (darunter 42 Korkeichen) auf einer Liste von Exemplaren, die unter besonderem Schutz stehen und daher als von öffentlichem Interesse eingestuft sind. In der Algarve gibt es vielerorts spektakuläre Bäume. So steht zum Beispiel in Moncarapacho bei Olhão ein 600 Jahre alter Johannisbrotbaum mit Hohlräumen im Stamm, die wie kleine Häuser oder Höhlen aussehen. Und bei einem Spaziergang durch die Wälder der Serra de Monchique lohnt der Blick nach ober zu den bizarren Verästelungen. Der bekannteste, weil älteste Baum Portugals ist ebenfalls ein Olivenbaum, der nahe der zentralportugiesischen Stadt Abrantes steht und sagenhafte 3.350 Jahre alt ist.