Auszeichnung, Umwelt, WM'30 und Weihnachtsgebäck

Dezember 2020

01
Vor wenigen Tagen erhielt die Algarve die Auszeichnung der World Travel Awards als “Bestes Strand-Reiseziel der Welt”, erstmals in der Tourismus-Geschichte von Portugals Süd-Region und das im Wettstreit mit so vielen Bewerbern um den Tourismus-Oscar wie nie zuvor. 18 Urlaubs-Destinationen waren nominiert, darunter die Malediven, Jamaika, Miami und das mexikanische Urlaubsgebiet Cancún – die Algarve hatte die Nase vorn, wie schon vor wenigen Wochen, als der sonnige Landstrich am Meer den Titel des besten Strand-Reiseziels Europas errang (bereits zum vierten Mal in Folge). Es ist bemerkenswert, wie selbst in einem schwierigen Jahr wie 2020 Bedeutung und Qualität der Algarve anhalten und nicht verborgen bleiben. Dazu beigetragen hat neben dem guten und freundlichen Service vor allem der Umstand, dass es hier so viele Ecken, Nischen und touristische Kleinode gibt (seien es Strände, Ortschaften, Sehenswürdigkeiten oder Ferien-Domizile), wo Massentourismus außen vor bleibt und Natur, Stille und qualitative hochwertige Ferien auch in Zukunft dominieren.
02
Die Algarve hat sich dem Umweltschutz verschrieben. Das Projekt TransforMAR zur Sensibilisierung der Bevölkerung, zur Wiederverwendung und zum Recycling von Kunststoffen sammelt an den 15 ausgedehntesten Stränden der Region angespülten und zurückgelassenen Plastikmüll, der dann recycelt wird. Der Erlös aus dem nun wieder verwendbaren Material kommt lokalen Hilfs-Organisationen zugute. An vielen Stränden sind zum Teil künstlerisch gestaltete, große Behälter aufgestellt, verbunden mit der Bitte an alle Besucher, ihre Kunststoff-Flaschen und Ähnliches dort zu entsorgen. Das Projekt arbeitet eng mit ähnlichen Initiativen zusammen, wie der Aktion ‘Electrão’ der Feuerwehr, die an vielen Feuerwachen ausgediente Elektronik annimmt, recycelt und vom Erlös dringend benötigte Ausrüstung kauft.
03
Nach der erfolgreichen Ausrichtung der Fußball-Europameisterschaft im Jahr 2004, die von Sportlern, angereisten Fans und im Lande Lebenden gleichermaßen begeistert aufgenommen und gelobt wurde, bewirbt sich Portugal nun als Austragungsland für das nächstgrößere Fußball-Event: Die Weltmeisterschaft 2030 – einhundert Jahre nach der ersten Weltmeisterschaft überhaupt, die 1930 in Uruguay stattfand; Portugal war damals nicht dabei. Uruguay seinerseits kandidiert auch für 2030 und hat gute Chancen, als Ausrichter der Jubiläums-WM gemeinsam mit anderen südamerikanischen Ländern ausgewählt zu werden, doch gemeinsam mit Spanien geht Portugal optimistisch in den Vergabe-Wettbewerb. Auch das Algarve-Stadion würde dann erneut zum Austragungsort. Möglicherweise könnte die WM sogar erstmals auf zwei Kontinenten stattfinden, falls Marokko sich entscheidet, mit Spanien und Portugal als Trio zu kandidieren.
04
Der ‘Bolo-Rei’, der König unter den Kuchen, gehört in Portugal untrennbar zur Weihnachtszeit, ein aromatisches Gebäck aus Hefeteig mit reichlich kandierten Früchten, das bis zum Dreikönigstag in keinem Haus fehlen darf. Der ursprüngliche (und bis heute angeblich beste) ‘Bolo-Rei’ kommt aus der ‘Confeitaria Nacional' an der Praça da Figueira in Lissabon, seit 1829 Portugals erste Adresse für Backwaren. Traditionell ist im Teig eine Bohne versteckt und wer sie in seinem Stück findet, soll den ‘Bolo-Rei’ zum Weihnachtsfest im folgenden Jahr spendieren und auf diese Weise die Hoffnung auf die nächste Zusammenkunft wachhalten.